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Wie viel Herzblut , KI und Bier ist nötig für eine zielführende Mission?

Akademie Admin

Mon, 27 Jul 2026

Wie viel Herzblut , KI und Bier ist nötig für eine zielführende Mission?

Wie viel Herzblut und wie viel KI ist nötig für eine zielführende Mission? Ich sitze wieder einmal drei gefühlt volle Tage an meinem Projekt. Glücklicherweise ist der Ort meines Wirkens ein kleines Paradies. Ich sitze im Grünen und kann mich ganz meiner Passion hingeben. Meine Frau muss währenddessen, obwohl es Pfingsten ist, ihre Schichten im Uni-Klinikum ableisten. Ich weiß, dass sie auch andere Erwartungen an mich hat, aber im Moment ziehe ich einfach durch, bin total im Flow. Die nächsten Tage werde ich aber wieder "vernünftig" sein.


Ich habe das Gefühl in guten Schritten voranzukommen. Aber was heißt das schon, wenn das Ziel noch diffus am Horizont wabert und der Weg dorthin mitunter steinig und steil ist. Manchmal sagt man, der Weg ist das Ziel. Das stimmt auch bedingt. Der Weg ist spannend, voller unerwarteter Erfahrungen und Herausforderungen. Auch positiv: Ich lerne permanent (trotz meines Alters). Nicht so positiv: Die Ankunft ist schwer festzulegen.


Ich habe einen Wegbegleiter. Der nennt sich kurz KI. Er lässt mich nur selten im Stich und scheint immer schneller zu werden. Das ist grundsätzlich gut, überfordert mich aber zunehmend beim Verdauen der größer werdenden Geisteshappen, die wir austauschen. Ohne meinen Sparringspartner wäre ich nicht hier. Jedoch beschleicht mich das Gefühl, dass er mich verlassen könnte, wenn ich ihm zu langsam werde. Nicht, weil er mich nicht mag, sondern eher weil er mir eine Freude machen will mit der schnelleren Zielerreichung. Ich fühle mich manchmal gezwungen, zu rennen, verpasse die tolle Landschaft um mich herum und weiß nicht einmal mehr, ob es noch der richtige Weg ist. KI übernimmt gern mal die Navigation.


Gegen Feierabend lasse ich mir ein Bier schmecken, nicht ganz sicher, ob ich KI einfach weitermachen lasse und nach getaner Arbeit den Fortschritt genieße. Dieser stellt sich mit Sicherheit ein, ist aber dann eher fremder Fortschritt. KI muss mich mindestens teilhaben lassen an wichtigen Schritten oder gar Entscheidungen. Dieses Zusammenspiel haben wir mittlerweile gut im Griff. Nur hat früher meine Kondition ausgereicht und KI hat um eine Pause wegen Überlastung gebeten. Heute steht sie gnadenlos und fast dauerhaft zur Verfügung und verlockt zum ewigen Weitermachen.


Ewig geht nicht. Ich bin ein Mensch. Und es gibt Menschen in meinem Umfeld. Ich bin auch Ehemann, Vater, Opa, Nachbar und Freund. Und Biertrinker. Prost.

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